Historie

 

Im Doppelnamen Petgen-Dahm haben zwei Familien zusammengefunden, die beide seit Jahrhunderten dem Weinbau im Grenzdreieck Deutschland-Frankreich-Luxemburg verbunden waren. Die Familie Petgen stammt vermutlich aus der Schweiz und hat sich nach dem 30-jährigen Krieg in Perl-Nennig niedergelassen. Bereits vor der französischen Revolution besaßen sie Eigentum an Schloss Berg und den umliegenden Ländereien der Unterburg, einst eine hochherrschaftliche Schloßanlage und heute noch als Wehrturm und Ruine mit aufwendigem Renaissanceportal erhalten. In diesem Teil der Burg hatten sie Eigentum zusammen mit den Familien de Lassaulx und de Musiel. Die Ruine befindet sich heute im Eigentum der Victors Gruppe.

Die Familie Dahm stammt aus dem Saarburger Raum und besaß einen landwirtschaftlichen Betrieb in Körrig bei Saarburg, darüber hinaus seit dem 19. Jahrhundert ein Weingut in Wiltingen mit den berühmten Lagen Wiltinger Braunfels und Wiltinger Scharzhofberg.

Den Träumereien seines Großvaters folgend, der diese Weinberge bestellt hat, dass guter Riesling nur an den Schieferlagen der Saar und Mosel wachsen kann, hat Ralf Petgen sich wieder auf die Terroirlagen der Saar zurückbesonnen. Mit dem Zukauf von vier Eigentumsparzellen in der Steillage der weltberühmten Ayler Kupp, zuletzt eine 45 Jahre alte Rebanlage vom renommierten Sekthaus Hausen-Mabillon, hat sich der familiäre Kreis geschlossen und Ralf Petgen sich seinen Traum erfüllt, Spitzenriesling aus Terroirlagen zu produzieren.

Respekt vor der Einzigartigkeit dieser Terroirlage der Saar und das Bestreben Weine im Stil der berühmten Saarweine aus der Zeit um 1900 zu produzieren ist die Philosophie des Kellermeisters Ralf Petgen.

Auftrag des Winzers ist es, das Terroir ins Glas zu bringen.

Für seine Verdienste um den saarländischen Weinbau wurde Ralf Petgen 2017 der Ehrentitel Ökonomierat durch die damalige Ministerpräsidentin des Saarlandes Frau Annegret Kramp-Karrenbauer verliehen.

Brigitte & Ralf Petgen (Foto: Astrid Karger)